Viele Tierhalter lieben ihre kleinen Freunde abgöttisch und würden niemals vermuten, dass ihr Tier ihnen auch Schaden kann. Leider können Haustiere dem Menschen auch gefährlich werden, denn sie übertragen Bakterien und somit Krankheiten. Giardien Parasiten zählen zu diesen schädlichen Erregern.
Was sind Giardien Parasiten und Zoonosen?
Bei Giardien Parasiten handelt es sich um mikroskopisch kleine Dünndarm-Parasiten. Obwohl sie bei vielen Amphibien, Vögeln, Reptilien, Säugetieren und somit auch bei Nagern vorkommen, stellen sie eine Gefahr für den Menschen dar. Diese Parasiten können nämlich Zoonosen auslösen. Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die von Tier zu Mensch und auf umgekehrtem Weg übertragen werden. Nicht nur Giardien Parasiten, die beim Menschen Magen-Darmbeschwerden auslösen, zählen zu den Erregern. Etwa 200 häufige Krankheiten, die durch Bakterien, Viren, Pilze oder andere Arten von Erregern ausgelöst werden, sind zurzeit bekannt.
Kein Grund zur Panik
Obwohl Zoonosen verursachende Bakterien gefährlich sind, sollten Sie als Halter eines Nagetieres nun nicht in Panik ausbrechen. Meist stecken sich Menschen an, wenn sie in tropische Regionen reisen und viel Zeit in der Natur verbringen. Die hygienischen Bedingungen in solchen Ländern sind nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen. Tiere scheiden Erreger mit ihren Stuhl aus und aus mangelnder Hygiene werden Trinkwasser und Lebensmittel leicht verunreinigt. Grundsätzlich besteht nämlich kein Grund zur Besorgnis. Um eine Übertragung von Erregern völlig auszuschließen, sollten Sie bei der Haltung von Nagetieren die folgenden Hygieneregeln einhalten. Waschen Sie sich gründlich die Hände, wenn Sie das Tier gestreichelt haben. Besonders vor der Zubereitung von Speisen sollte Sie die Reinigung Ihrer Hände nicht vernachlässigen. Halten Sie den Käfig des Nagers stets sauber, sodass sich keine großen Mengen Kot im Streu befinden. Auch ein zu inniger Kontakt zu den Tieren sollte vermieden werden. Bei regelmäßigen Besuchen beim Tierarzt werden gefährliche Krankheiten frühzeitig festgestellt.
Bild: panthermedia.net Peter Müller


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