Wer sich Gedanken über den Kauf eines Nagetieres macht, wird sich zwischen den kleinen Mäusen, den mittelgroßen Meerschweinchen oder den zumeist großen Kaninchen entscheiden. Aber warum gucken Sie nicht über den Tellerrand der Nagetierklassiker hinaus? Entscheiden Sie sich doch einfach für einen Chinchilla!
Beim ersten flüchtigen Lesen oder Hören des Wortes wird Ihr Gehirn Ihnen vermutlich erst das Bild eines hechelnden Chihuahua in den Kopf setzen. Aber verdrängen Sie dieses Bild und sehen Sie sich stattdessen im Internet oder in der Tierhandlung einen Chinchilla an. Da Sie nun das richtige Bild im Kopf haben, können wir fortfahren.
Die als Haustier am weitesten verbreitete Unterart des Chinchillas ist der Eigentliche Chinchilla. Ursprünglich kommt er aus dem südamerikanischen Raum, um genauer zu sein aus Peru, Bolivien, Argentinien und Chile. Er sieht sehr mausähnlich aus, so dass man die Tiere früher in Deutschland fälschlicherweise auch Wollmäuse nannte, aber sie sind eigentlich mit den Meerschweinchen am engsten verwandt.
Interessant sieht auch sein „Bruder” aus, die Cuvier-Hasenmaus. Hier ist man natürlich ohne zoologische Kenntnisse völlig irritiert. Das Tier sieht wirklich wie eine Kreuzung aus Hase und Maus aus und ist dennoch eher mit dem gemeinen Meerschweinchen zu vergleichen. Üblich ist aber in Deutschland die Haltung eines Eigentlichen Chinchillas.
In freier Wildbahn nimmt die Zahl der Chinchillas allerdings rapide ab, die meisten Tiere lassen sich nur noch auf Farmen finden, wo sie aber nicht nur als Haustiere gezüchtet werden, sondern vor allen Dingen als Pelzlieferant. Früher hat vor allem die DDR sich in dem Bereich der Pekzzucht hervorgetan. Der Kurzhaarchinchilla wurde inzwischen auch auf die Liste der bedrohten Tierarten aufgenommen, was sein Aussterben aber wohl auch nicht verhindern kann.
Bild: Justin Qian | CC-BY-SA 2.0


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